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05 Dec
05Dec

Für eine Vielzahl von Produkten lässt sich berechnen, welche Kohlstoffdioxid-Emissionen bei der Herstellung freigesetzt wurden. Dies wird als CO2-Fußabdruck bezeichnet (carbon footprint) und kann auch das Leben einzelner Menschen bilanzieren. 

Weitere Treibhausgase lassen sich als CO2-Äquivalente ebenso berücksichtigen. 

Der Mineralölkonzern BP hatte 2004 in einer großen Kampagne auf den CO2-Fußabdruck hingewiesen, um die Aufmerksamkeit auf das Verhalten Einzelner zu lenken. Dem Konzern wird dabei unterstellt, dass er damit von der eigenen Verantwortung für CO2-Emissionen ablenken wollte und den Verbraucher in die Pflcht nehmen. 

Wie auch immer; inzwischen gibt es viele Berechnungsmöglichkeiten, um den CO2-Fußabdruck von Personen, Haustieren oder Produkten zu ermitteln. Dies dient dann auch dazu, Pfade zum Erreichen bestimmter Klimaziele aufzuzeigen. Bei den Pro-Kopf-Emissionen müssen auch die konsumbedingten Emissionen durch den internationalen Handel berücksichtigt werden. Das Umweltbundesamt konnte 2016 für Deutschland klar die Einkommensabhängigkeit des Ressourcenverbrauchs aufzeigen. Wir reden gerne kapitalismuskritisch davon, Wachstum und Ressourcenverbrauch zu entkoppeln. Aber warum gelingt es uns nicht, Wohlstand vom Ressourcenverbrauch zu entkoppeln? Wohlstand ist in Deutschland nicht nur an wirtschaftliches Wachstum gebunden sondern auch stark vererbt. 

Das individuelle Umweltbewusstsein ist jedenfalls, auch das zeigt das Umweltbundesamt seit Jahren klar, durchaus vorhanden.

JR

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